| Während sich im Inneren des Tempodroms Carsten Heintzsch unter dem
Hintergrundgesang des Berliner Mädchenchors mit "You can't always get what
you want" auf die Bühne jaggerte, tobte draußen ein Sturmtief mit dem, bei
genauer Betrachtung geradezu anrüchigen Namen 'Oralie'.

Und irgendwie schien 'Oralie' der Veranstaltungstechnik ordentlich in den Ablauf geblasen zu haben. Nichts dagegen, die Preisverleihung zügig
durchzuziehen...
uns erscheint jedoch das Abspielen prämierter Spots während der Moderation
oder auch das Weglassen angekündigter
genagelter Werke nicht als der rechte Weg die Verleihung voranzutreiben. Zumindest sorgten die Pannen für einen mal etwas anderen
Gesprächsstoff, so dass der Gastauftritt von Jenny Elvers - wie war das
noch - eher in den Hintergrund trat.
Dank des technischen Fortschreitens war die Award-Show auch dann nach nicht
einmal vier Stunden schon zu Ende
und das bis dahin hermetisch abgeschirmte Buffet wurde der Meute überlassen.
Doch nicht Wenige lobten hinterher ausdrücklich das wohl als
Nahrungsergänzung gedachte und ausgelagerte Currywurst-Angebot.
Apropos Speis und Trank: Wie schon im letzten Jahr mussten sich auch diesmal
diejenigen, die für die Party 75 Euro bzw. für den ganzen Abend 150 Euro
gelatzt hatten, ordentlich ranhalten, um einen respektablen Gegenwert an
Flüssigem und Festem zu vernichten.
Um beim Beispiel Currywurst zu
bleiben: Bei
einem hoch angesetzten Preis von 3 Euro wären im bekömmlichsten Fall
satte 25 Würste zu vertilgen, um finanziell eben rauszukommen.
Gut,
dass es
auch Hochprozentiges gab, so konnte die Gewinnmaximierung schnell
vorangetrieben und die Verdauungsorgane einigermaßen entlastet werden.
Und wer sowieso grade am Rechnen war, der konnte sich auch nochmal schnell
wundern, warum er für die Ausstellung auch noch 5 Euro Eintritt zahlen
musste.
Sicher für einen guten Zweck.
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