ADC auf Liter und Milliliter

Zugegeben, es war ein schöner Abend. Mit vielen Preisen, glücklichen Preisträgern und famosen Überraschungsgästen. Musik gab es und hübsche Menschen auch. Dafür musste man mit 150 € pro Karte (Verleihung und Party) aber auch ganz hübsch hinblättern.

Vielleicht kann man es so ausdrücken: Ein kühler Partyrechner, dem alle immateriellen Genüsse letztlich schnurz sind und der einfach seine Einlage wieder raushaben will, indem er sich, was er ausgeben musste, als Flüssigkeit wieder zuführt, konnte sich am Samstagabend keinen langen Konversationen hingeben, sondern musste trinken, trinken, trinken.

Gut, schätzungsweise 30 € kann man für die Grundlage abrechnen, die man sich am Büffet verschaffen konnte (die gestiegenen Preise für Ruccola sind dabei schon berücksichtigt, ebenso wie die herzhaften Leberwurststullen, die direkt nach Ende der Preisverleihung gereicht wurden). Man kann wohl davon ausgehen, dass jemand, der sich 120 € durch die Kehle jagen will, damit die Bilanz ausgeglichen ist, sich kaum an Wasser oder Saft halten wird.

Reden wir also über Alkohol, genauer gesagt über den Preis von Alkohol, über Flascheninhalt, die zur Verfügung stehende Trinkzeit und die Folgen. Wenn man den Flaschenpreis für Heineken, Rigo und Co. mit -stark überhöhten - 3 € ansetzt, kommt man, solange man noch rechnen kann, auf 40 zu bewältigende Einheiten. Verteilt auf eine durchschnittliche ADC-Verweildauer von 10 Stunden, macht das pro Stunde 4 Getränke, was bei einem Mittelwert von 0,26 l (der aus den verschiedenen Formaten von 0,2 l über 0,25 l bis 0,33 l gebildet wurde) einem Volumen von 1,04 l/Std. oder einem Gesamtaufnahmevolumen von 10,4 l entspricht.

Ehe jetzt die Frage aufkommt, wie viel Flaschenpfand man für all das Leergut nach Hause tragen könnte (oder wie alt der Kapitän ist), wenden wir uns lieber neuem Zahlenmaterial zu:
Die durchschnittliche Harnblase (Vesica urinaria) eines erwachsenen Menschen fasst bekanntlich maximal 800 ml. Bereits ab einer Füllmenge von 300 ml setzt starker Harndrang ein, dem man irgendwann nachgibt, um einer drohende Überlaufinkontinenz zuvorzukommen. Wenn man auf dem Weg zum WC noch schnell ein Bier kippt, erfolgt die Entleerung bei, sagen wir, einem ungefären Blasenfüllstand von 500 ml. Bei 10,4 l Gesamtvolumen sind das folglich 20,8 beschwingte Gänge.

Fazit:

Es läuft endlich mal, wie es immer laufen sollte - praktisch von selbst.

 


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Nach so langer Zeit ist es kein Wunder, dass auch "der Mann von der Straße" Begriffe wie ADC, Art Director oder Werber einzuordnen weiß. Dachten wir...

mp3, 1.5 MB


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Auf der Party von Scholz & Friends, Heimat, Jung von Matt und FCB

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