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Berlin
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Ramses verschwunden
Es
war sicher ein furchtbarer Schock für viele
Rheinländer, dass ausgerechnet ein ehemals
Hamburger Texter für eine Berliner Agentur
und ein Berliner Tonstudio mit einem Kölsch-Spot
(Gaffel) den Bronze-Ramses abräumte. Für
unseren Tonmeister und Komponisten Stephan Moritz
war es bereits der vierte Ramses, den er für
Studio Funk Berlin gewann. Dabei arbeitet er gerade
mal vier Jahre bei uns.
Da jeder Tonmeister, der je einen Ramses gewinnen
konnte, mit seiner Arbeit praktisch täglich
darum kämpft, seine Sammlung zu erweitern,
hatten wir uns alle schon auf ein weiteres Exemplar
gefreut. Aber offensichtlich gibt es noch weitere
Liebhaber der Trophäe.
Die Ramses-Party des Veranstalters Radio Marketing
Service war so wunderbar, dass wir unseren
neuen Ramses nicht ständig im Auge behielten.
Ein schwerer Fehler; denn plötzlich war das
etwa 5 Kilo schwere Teil nicht mehr da, verschwunden,
weg. Anfangs dachten natürlich alle, dass
ein umsichtiger Mitarbeiter das gute Stück
gesichert hätte. Nach tagelangen, umfangreichen
Nachforschungen in den Dependancen mussten wir
uns jedoch damit abfinden, dass wir in Berlin
fürs Erste weiterhin nur vier Ramses ausstellen
können.
Jetzt gibt es nur noch eine Hoffnung:
Liebe Funkturm-Leser, falls irgendjemand unseren
Ramses "gesichert" haben sollte, bitte
meldet Euch bei uns. Die Gravur weist deutlich
aus, wohin er gehört. Nicht nach Köln.
Der Vogel gehört nach Berlin!

And the winner is ...
Na gut, die Oscar-Verleihung war es nicht, aber
trotzdem haben wir uns gefreut, dass "unser"
Film gewonnen hat.
Doch jetzt erst mal alles auf Anfang:
Im Januar erreichte uns der Anruf von Trigger
Happy Productions. Ob wir uns - eventuell,
vielleicht, möglicherweise - vorstellen könnten,
den Berlinale Talent Campus zu unterstützen,
ein Forum für junge Filmemacher unter der
Schirmherrschaft von Wim Wenders.
Okay, junge Filmemacher, da wusste man sofort,
worauf es hinauslaufen würde: erstens Chaos
und, zweitens, rote Augen (wegen Nachtschichten).
Natürlich haben wir uns trotzdem bereit erklärt
mitzumachen. Und jetzt sind wir richtig stolz
auf unsere "Babies".
Insgesamt wurden 4 Filme und ein "Making
Of" realisiert, 3 davon bei uns vertont.
"53", ein Film von Amir Amirani, nahm
die 53. Berlinale zum Anlass, alle möglichen
Leute zu interviewen, die im weitesten Sinne etwas
mit der Zahl 53 zu tun haben (z.B. die 53. Teilnehmerin,
ein Straßenbahnfahrer der Linie 53 usw.).
Dennis Hopper war so scharf darauf, mitmachen
zu dürfen, dass er ein wenig Zahlenakrobatik
betrieb und die Quersumme seines Alters mit einer
willkürlich gewählten Zahl addierte,
um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen.
"53" bestand zum großen Teil aus
O-Tönen.
Anders
sah es da schon bei "Dangle" aus, einem
sehr komischen Kurzfilm.
Das ursprüngliche Briefing lautete: Die Musik
wird angeliefert, und dann kommen noch ein oder
zwei Geräusche dazu. Okay, kein Problem,
nach drei Stunden Mischung würde alles im
Kasten sein.
Denkste.
Philip Trail, Regisseur und Hauptdarsteller
in Personalunion, entschied sich kurzfristig ganz
anders: nur noch Geräusche, alles echt.
Echt prima. Glücklicherweise war gerade Peter
Sandmann im Hause, der Geräuschemacher
aus dem letzten Funkturm. Für 'ne Pizza
sorgte der Profi für die passenden Sounds,
und Johannes musste "nur" noch alles
an die richtige Stelle schieben. Zwischendurch
gab es aber leider noch mal eine Bildänderung,
so dass die Geräusche zwar passten, aber
alle falsch lagen. Folge: Johannes konnte das
Studio vormittags um elf verlassen.
Chaos und so weiter, war ja klar. Aber außer
roten Augen brachte die Nachtsitzung Johannes
auch den ersten Platz beim Young Talent Campus
der Berlinale ein. War nicht von Anfang an klar.
Aber verdient.
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Düsseldorf
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Wild in Wuppertal
Zur
Erinnerung: Game' heißt nicht nur
Spiel', sondern auch Wild'. Aber Tiere
sind im Kino-Spot Gameshow', mit
dem der Wuppertaler Zoo soeben eine Werbeoffensive
startet, gar nicht zu sehen, weder wilde, noch
zahme, was ein Novum in der Zoowerbung ist. Für
animalische Anmutungen sorgen allein die Zuschauer
in der von Holger Speckhahn moderierten
Gameshow. Gemischt wurde der Spot im Studio Funk
Düsseldorf von den Tonmeistern Arne Schultze
& Lorenz Naumann, Regie Andreas
Knaup , Produktion Seeworld.
Spot
"Gameshow" ansehen (Das Video benötigt
das Flash
6 Plugin.)

Herbst stürmt an die
Spritze
Im
Studio Funk Düsseldorf hat es Christoph
Maria Herbst erwischt.
Bei uns entdeckte der mit dem Comedypreis 2002
ausgezeichnete Theater- und TV-Schauspieler seine
Liebe zum Sprechen und ist seit Anfang des Jahres
der meistgebuchte "Newcomer".
Mit Spots für Aral, Nissan u.v.a. wird Herbst
uns durchs Frühjahr begleiten.
Hier
eine Sprachprobe (mp3, 400kB)

Casting
Nachwuchs bei Studio Funk
Tobias Bürger, Casting Chef in Düsseldorf,
sorgt nun selbst für den Nachwuchs bei Studio
Funk.
Seit dem 04.03.2003, 9.22 Uhr, ist er stolzer
Vater des strammen Pauls.
Gewicht: stolze 4040 Gramm, Größe:
56 cm.
Unseren Tipp, den Jungen gleich mit den eigenen
Kompositionen via Kopfhörer zu beschallen
(musikalische Früherziehung), lässt
sich Tobias Bürger noch durch den Kopf gehen.

Frankfurt
Aus der Tiefe des Raums
"Andere
mussten jahrelang schuften, ihm genügten
wenige Spiele zur Unsterblichkeit". Das schrieb
das FAZ-Magazin über den Adolf-Grimme-Fernsehpreis-Träger
2000 Günter Netzer.
Als er kürzlich bei uns einen Spot für
"dit." sprach, bestätigte sich
wieder die Erfahrung, dass die wirklichen Stars,
die auch sich selbst nichts mehr beweisen müssen,
am "normalsten" und am unkompliziertesten
sind. Im Studio ließ Herr Netzer alle Anweisungen
gut gelaunt über sich ergehen, erzählte,
dass die Rededuelle mit Gerhard Delling
nicht abgesprochen sind (und nach der Sendung,
in leicht abgewandelter Form, zum eigenen Vergnügen
sogar noch fortgesetzt werden), und signierte
zum Abschluss 20 Fußbälle - was er,
wie das Foto beweist, wirklich im Schlaf beherrscht.
Einen der Bälle konnten wir dem großen
ehemaligen Spielmacher (Borussia Mönchengladbach
und Real Madrid) abluchsen. Aber natürlich
nur, um ihn zentimetergenau weiterzupassen. Auf
wen? Wir warten auf Euren Zuruf, der allerdings
von einem Gebot begleitet sein muss:
Das Beutestück wird in der nächsten
Ausgabe des Funkturm für einen guten Zweck
versteigert.