Das Funkturm-Lexikon

A
Abhöre
Lautsprecher-Kontrollmonitore im Regieraum. Kleinabhöre - wird benutzt, um eine Mischung über kleine Lautsprecher zu beurteilen.

ABS
Absolutzeit - die auf Tonträgern (z.B. DAT) aufgezeichnete Bandlaufzeit.

Abtastung
(Filmprojektor).
Übertragung eines Filmbildes auf einen TV-Monitor oder auf ein Videomedium z.B. BetaSP oder Digital Betacam.


Absturz
Fehlfunktion bei computergestützten Bearbeitungsgeräten.

ADV
(Audio Produktionen Deutschland e.V.) : Im Jahre 2000 gegründeter Interessenverband, dem zur Zeit 23 Audioproduktionshäuser angehören, die sich vornehmlich mit Werbeproduktionen beschäftigen.

Analog
Analoge Aufnahmetechnik. Schallwellen werden in elektrische Ströme gewandelt und auf ein Magnettonband aufgezeichnet. Stirbt langsam aus - Digitales ist angesagt.

APT-System
Das APT-System dient zur Versendung von Audiomaterial in Echtzeit via ISDN-Telefonleitung (ISDN-Audio-Transfer). Darüber hinaus ermöglicht APT die Aufnahme eines Sprechers via ISDN sowie die weltweite Verlinkung zwischen Tonstudios.

Asynchron
Wenn Bild und Ton nicht parallel laufen.

Atmo
Abkürzung für Audio-Atmosphäre. Z.B. Vogelzwitschern, Straßenkreuzung, Supermarkt, heiße Luft (Raumrauschen).

Audiofile
Hard Disc Recording System von AMS-NEVE.

Audio-Vision
Hard Disc Recording System von AVID.

Audio-Logo
Kurze Musikkomposition oder Ton/Sound-Collage, die im Rahmen des Corporate Design als Kennung in der audiovisuellen Werbung eingesetzt wird.

AVID
Hersteller digitaler Bild- und Tonbearbeitungssysteme.


B
Backup
Sicherung digitaler Daten durch Überspielen auf andere Ton- und Datenträger.

Begrenzer
Auch Limiter - technisches Gerät zur automatischen Begrenzung/Limitierung des Pegels.

Beta
Betacam/Betacam SP - professionelles Videoformat.

Blubsen / Ploppen
Tieffrequentes Störgeräusch während einer Sprachaufnahme. Erzeugt durch falsche Positionierung am Mikrofon und dadurch verursachten Wind auf der Membran.

Bobby
Metall- oder Plastikkern in Film- oder Magnetband-Rolle, auf die der Film oder das Band gewickelt ist.


C
Casting
Sichtung bzw. Anhörung von Schauspielern, Sprechern, Sängern - Profis oder Laien, um eine gezielte Auswahl für die Produktion treffen zu können

Centerlautsprecher
Bei Mehrkanal-Tonsystemen vorn in der Mitte platzierter Lautsprecher. Über den Centerkanal werden hauptsächlich die Sprachen wiedergegeben.

Conti
Kurzw. für Continuity - Das Original-Drehbuch.

Cord
Magnetband zur Tonaufzeichnung in den Formaten 16, 17,5 und 35 mm. Durch Perforationslöcher (wie beim Film) ist eine sichere Synchronverkopplung möglich.

CD
1) Compact Disc, Medium zur digitalen Aufzeichnung und Wiedergabe von Ton, Bild und Daten.
2) Abk. für Creative Director.



D

DAB
Digital Audio Broadcasting (Digitales Radio)

DBX
Rauschunterdrückungssystem der Firma DBX.

De-esser
Spezialgerät, um extrem scharfe "S"-Laute zu dämpfen, zu de-essen.

Dezibel (dB)
Dimensionslose Maßeinheit für Dämpfung, Verstärkung oder den mit einer Bezugsgröße verglichenen Absolutwert einer Spannung, eines Stroms, einer Leistung oder einer Schallstärke.

Digital / Digitale Aufzeichnung
Wandlung analoger "Schwingungen" (Bild, Ton) in binäre Zahlencodes.

Dolby-A,B,C,SR
Rauschunterdrückungssysteme der Firma Dolby.

Dolby Stereo / Dolby SR
Analoges 4-Kanal-Tonsystem im Kino.

Dolby Stereo Digital / jetzt Dolby SR-D
Digitales 6-Kanal-Tonsystem.

Dolby Digital Surround-EX
Digitales 7-Kanal-Tonsystem - ein zusätzlicher BackSurround-Kanal.


DTS
Digitales 6-Kanal-Tonsystem - wird von 2 CDs wiedergegeben.

DTS-ES
Digitales 7-Kanal-Tonsystem - ein zusätzlicher BackSurround-Kanal.

Dolby-Surround
Analoges 4-Kanal-Tonsystem für den Heimbetrieb.

DVB
Digital Video Broadcasting (Digitales Fernsehen)
Empfang von DVB-T über Antenne, DVB-S über Satellit, DVB-C über Kabel.

DVD
Abkürzung für Digital Versatile Disc, ein digitaler optischer Festspeicher in Form einer CD. Die DVD ist eine Weiterentwicklung der Compact Disc und speichert bis zu 17 GB Daten. Dank dieser Technik ist es möglich, z.B. ganze Spielfilme mit Mehrkanal-Tonformaten wie Dolby Digital und DTS auf einer Disc unterzubringen.

Dynamik
Die Fähigkeit, Klangfülle im gesamten Tonstärke- und Frequenzbereich wiederzugeben.


E
Endstufe
Professioneller, externer Lautsprecherverstärker mit hoher Ausgangsleistung.


Encoder
Gerät zur Bild- oder Tonsignalkoderierung - "Verschlüsselung". "Entschlüsselung" erfolgt über den Decoder.

Equalizer
Ermöglicht die Bearbeitung (Anhebung oder Absenkung) bestimmter Frequenzen.

Event
Ein "Ereignis", z.B. im Computer (ein Stück Sprache, ein Geräusch oder Musik).

Equipment
Summe aller technischen Geräte und Hilfsmittel.

Exciter
Studiogerät zur Klangoptimierung durch Frequenz- und Dynamikbearbeitung.


F

fazen
Videobilder werden auf Filmmaterial übertragen / belichtet.

Fender
Legendärer Instrumenten- und Verstärkerhersteller aus den USA (z.B. Fender Strato- oder Telecaster, Fender Rhodes, Fender Twin-Reverb).

File
Datei, z.B. im Computer

Finalizer
Studiogerät zur Klang- und Pegeloptimierung (z. B. beim Mastern).

Foley Artist
Der Geräuschemacher. Ein Mann namens Jack Foley entwickelte das System, mit dem Geräusche einem Film nach dem Dreh hinzugefügt werden können. Ihm zu Ehren heißt der Geräuschemacher in Amerika Foley Artist.


f v o
female voice over - Weibliche Off- bzw. Kommentarstimme.


G
Gain
Pegelanpassung im Ein- oder Ausgang eines Mischpultes oder Aufnahmegerätes.

Geräuscharchiv
Umfangreiche Sammlung von Geräuschen, Atmosphären, Spezialeffekten. Es gibt verschiedene komplette Archive (z. B. auf CD) mit umfangreichen Katalogen. Auf eine gut sortierte, selbst angelegte Geräuschesammlung sollte ein professionelles Tonstudio zusätzlich Zugriff haben.

Geyer-Werke
Größtes Filmkopierwerk nach dem Krieg.

Grammophon
Alte Bezeichnung für Plattenspieler (etwa 1920-1940).

Groove
Umschreibt ein spezielles, emotionales Gefühl des Rhythmus' einer Musik.


H
Hallgerät
Raumsimulationsgerät. Wurde ein Raumhall früher über große Hallplatten oder Hallfedern erzeugt, gibt es heute hochwertige "Digitalhallgeräte", die praktisch jeden Raum (auch winzige) simulieren können.

Hard Disc
Festplatte zum Speichern von Daten.

Hard Disc Recording
Über ein spezielles Softwareprogramm ist ein Computer in der Lage, Schallereignisse, z. B. Sprache oder Musik, aufzunehmen. Der digitalen Tonnachbearbeitung sind danach kaum Grenzen gesetzt. Einige der gebräuchlichsten Hard Disc Recorder sind AMS Audiofile, Pro Tools, AudioVision, Fairlight, F.E.D., Audio Solution, Soundstation, Waveframe.

Headphone
Kopfhörer

Housemusic
Frische Styles aus Hamburg : saint pauli

Humming
1) Summen oder Brummen eines oder mehrerer Sänger.
2) Brummen einer Tonanlage.



I
ISDN
Integrated Services Digital Network; Netzwerk zur digitalen Datenübertragung. Beispiel: Ein Sprecher steht in Frankfurt vor dem Mikrofon und wird via ISDN in Hamburg aufgenommen.


Internet
Weltweites, offenes Computernetz. Ursprünglich für militärische Zwecke erdacht.

Intervall
Der Abstand zwischen zwei Ereignissen, z. B. zwischen zwei Tönen.

IT-Band
Abkürzung für International Tape. Komplette Tonmischung eines Filmes ohne erkennbare Landessprachen. Dieses Band ist die Grundlage für internationale Synchronfassungen.


J
Jingle
Kurzer musikalischer Einspieler in TV oder Radio.



K
Kakophonie
Missklang, Aneinanderreihung von Dissonanzen.

Klangkörper
Alle Hohlräume, die Schallereignisse akustisch verstärken.

Kommandotaste
Taste zum Einschalten des Mikrofons zur Kommunikation zwischen Regie- und Aufnahmeraum oder Regie- und Technikraum.
Die "einzige" Taste am Mischpult, die nicht nur für den Tonmeister, sondern auch für den Regisseur gedacht ist.


Kompression
Erhöhung der Signaldichte. Durch die Verstärkung leiser Passagen wird die Gesamtlautstärke erhöht.

Korrelation
Verhältnis der Schwingungsphasen zweier (Stereo-)Kanäle zueinander.

Korrelationsgradmesser
Misst die Korrelation zweier Kanäle. Zeigt an, ob ein Stereosignal (z.B. ein Funkspot oder eine Musik) auch mono abspielbar (monokompatibel) ist.

Konsole
Ein anderes Wort für Mischpult.


L
Labiale
Lippenverschlüsse, passend zum gesprochenen Wort.

Lichtton
Optische Tonaufzeichnung auf 16- oder 35-mm-Film.

Lippensynchron
Übereinstimmung der im Film sichtbaren Mundbewegungen mit der nachsynchronisierten Sprache.

Linepegel
Pegel, gemessen in elektrischem Strom, z.B. 1,55 Volt = +6dB Studiopegel in den Line-Ausgängen eines Mischpultes.

Loudness
Subjektive Lautheit.

Löschdrossel
Starker Elektromagnet zur Löschung von bespielten Bild- und Tonträgern.




M
MAC
Kurzbezeichnung für den Macintosh-Computer der Firma Apple.

Magnetband
Plastikband mit Magnetschicht zum Aufzeichnen (Magnetisieren) von Schallwellen oder Digitaldaten. Beispiele: Tonband - (Senkel) 2Spur - 1/4 Zoll - analoge Aufzeichnung Mehrspur - 16, 24 oder 32 Spur - 1 oder 2 Zoll - analog oder digital Musikcassette - 2Spur - 1/8 Zoll DAT - 2 Spur plus Timecodespur - digitale Aufzeichnung Videocassetten: U-Matic, VHS, Beta, High 8 usw. Vorsicht: Durch starke Magneten, z.B. Lautsprecher im Fond eines Autos, kann die Magnetisierung beschädigt oder zerstört werden.

Magnetfilm
"Cord" oder "Perfo" genannt. Wie Magnetband, nur mit Perforationslöchern zur stabilen Verkoppelung mit 16-mm- oder 35-mm-Film. Es gibt 16-mm-, 17,5-mm- und 35-mm-Cordbänder.

Mastertape
Hochqualitatives Bandmaterial, auf das meist Originalmischungen gespeichert werden. Sorgfältigste Behandlung ist oberstes Gebot. Es empfiehlt sich, das Master im Studio archivieren zu lassen.

Mediacomposer
Digitales Bildschnittsystem der Firma AVID mit einfachen Tonbearbeitungsmöglichkeiten.

Mikrofon
Ein Schallwandler, der Schallwellen in elektrische Schwingungen umwandelt.
Es gibt z.B. Kondensator- (auch mit Röhrenvorverstärker) und dynamische Mikrofone mit verschiedenen Richtcharakteristiken.


MIDI
Abkürzung für Musical Instrument Digital Interface. International genormte Computerschnittstelle, über die sich elektronische Musikinstrumente (z.B. Keyboards oder Sampler) verstehen können.

Mischpult
Bild- oder Tonsignale liegen auf verschiedenen Reglern und werden über die "Summe" zusammen gemischt.

Mischung
Das Endprodukt der Arbeit am Mischpult. Auch Mix genannt.

Modem
(Modulator/Demodulator): Übertragungseinrichtung für die Datenübertragung. Besteht aus einem Modulator sowie einem Demodulator zur Übertragung digitaler Datensignale über wechselstromdurchlässige Übertragungswege (z.B. Fernsprechleitungen).

Modul-Bauweise
Aufbau von elektronischen Geräten aus funktionellen Einheiten (Modulen), die steckbar miteinander verbunden sind. Die Module enthalten bestimmte Funktionsgruppen und lassen sich im Servicefall rasch auswechseln.

Modulation
Veränderung der Eigenschaften einer hochfrequenten Trägerschwingung im Rhythmus meist niederfrequenter Signale. Je nach Technologie unterscheidet man Amplitudenmodulation, Frequenzmodulation, etc.

Molton
Beidseitig aufgerauter Baumwollstoff. Er wird u.a. in halligen Räumen zum "Abhängen" verwendet, um die Halligkeit zu mindern.

Monitor
1. Bildschirm hoher Güte als Überwachungseinheit im Studiobereich sowie zur Begutachtung der Bildqualität.
2. Lautsprecher hoher elektroakustischer Güte als Überwachungseinrichtung im Studiobereich sowie zur Begutachtung der Tonqualität.


Monitorbeschallung
Beschallung der Bühne bei Musikdarbietungen zum Zweck der Selbstkontrolle und Information der Musiker im Gegensatz zur Saalbeschallung.

mono
Einkanaliges Tonsignal. Auch wenn aus zwei Lautsprechern Musik ertönt, das Tonsignal beider Kanäle aber identisch ist, bleibt die Musik mono.

Monokompatibel
Ein Stereoschallereignis, z.B. eine TV-Mischung, kann auch Mono abgehört werden, ohne dabei durch Phasenauslöschung Signale zu verlieren. In guten Studios wird die Monokompatibilität durch den Korrelationsgradmesser überwacht.

Multimedia
Gleichzeitige Bearbeitung oder Übertragung (Integration) von Text, Grafik, Audio- und/oder Videosignalen über verschiedenen Medien.

M & E
Music and effects Internationale Bezeichnung für IT-Band. In den angelsächsischen Ländern ist die Bezeichnung IT-Band nicht gebräuchlich.

Musikrechte
Urheber- und Leistungsschutzrechte an Musikwerken und Musikaufführungen, deren Verwertung von der GEMA und von der GVL wahrgenommen werden.

Musikverlag
Freiwirtschaftliches Unternehmen, das vorwiegend die Komponisten vertritt und das zur Darbietung notwendige Aufführungsmaterial musikalischer Werke (Instrumental-, Vokal-, Chor- und Orchesterwerke) herstellt bzw. vertreibt oder vermietet.

Mute
Stummschalten. Die am Mischpult vorhandene Mute-Taste ermöglicht die Stummschaltung einzelner Kanäle.

MOD
Digitalisierte Bild und Tondaten werden auf der MOD optisch gespeichert.

MVO - Male Voice Over
Männliche Off- bzw. Kommentarstimme.




N
Nahbesprechungseffekt
Der Nahbesprechungseffekt ergibt sich aus der Entfernung der Schallquelle zum Mikrofon. Speziell der tiefe Frequenzanteil erhöht sich extrem stark, das führt oft zu unerwünschten Blubs oder Plops.

Narrative Erzählung
Engl. für Erzählung - Der Inhalt und Ablauf eines TV- oder Kinofilms wird von einem Sprecher erzählt und ggf. mit Geräuschen und Musik unterlegt.


Normwandlung
In verschiedenen Ländern gibt es für Bild und Tonproduktionen unterschiedliche Normen. Beispiel: eine VHS aus USA muß für Deutschland von NTSC auf PAL gewandelt werden.

NTSC
National Television System Committee. In verschiedenen Ländern gibt es für Bild- und Tonproduktionen unterschiedliche Normen. Beispiel: Eine VHS aus USA muss für Deutschland von NTSC auf PAL gewandelt werden.

Nullkopie
Erste Kopie vom geschnittenen Negativ, mit Farb- und Helligkeitsabstimmung.




O
Off
"Im Off" meint z.B. den erklärenden Text eines Kommentators, der nicht im Bild erscheint.

Offline
Als Offlineschnitt bezeichnet man den Schnitt von Bild und/oder Ton des Original-
materials ohne Farbbestimmung, Blenden, Trick usw. (Sendequalität nicht erforderlich). Erstellt wird die EDL (Edit Decision List), die Vorlage für den späteren Onlineschnitt.


Offsprecher
Bei TV- oder Funkwerbung derjenige, der die Produktauslobung getrennt von der Szene spricht. Im Spiel- oder Dokumentarfilm ist es der Sprecher oder Schauspieler, der nicht im Bild zu sehen ist.

Ohrwurm
1. Melodie, die so eingängig ist, dass man sie nicht mehr vergisst, nicht "aus dem Ohr bringt."
2. Bezeichnung für einen Kleinst-Ohrhörer. Wird meist von TV-Moderatoren benutzt, die aus der Regie Anweisungen erhalten, die der Zuschauer nicht hören soll.


OMF
Open Media Framework. Ein von Avid entwickeltes Dateiformat, das zum Datenaustausch (Bild und Ton) mit anderen Systemen dient

Onlineschnitt
Das Schneiden von Bild- und/oder Tonmaterial im Original mittels hochwertigen Bearbeitungsequipments. Das Ergebnis ist das Master.

Operafolie (Warenbezeichnung)
Transparente Kunststofffolie, die den Hotspot-Effekt (Lichtabfall an den Rändern) weitgehend ausgleicht.

Optical Disc
Optisches Speichermedium zum einmaligen (unlöschbaren) Einschreiben digitaler Informationen.

Orange Book - Recordable Compact Disc Standard
Beschreibt den Standard für beschreibbare CDs. Teil 1 legt die Bedingungen für magneto-optische Aufzeichnung fest. Die CD-MO ist wiederbeschreibbar, aber nur mit speziellen Laufwerken lesbar. Teil 2 definiert die einmalig beschreibbare CD-WO (Compact Disc Write Once). Mit CD-WO können alle Arten von CDs, außer CD-MO, erzeugt werden. Ein Problem beim Beschreiben von CDs stellt die Festlegung dar, dass eine CD abgeschlossen werden muss (finalized, fixed), bevor sie in einem CD-ROM-Laufwerk gelesen werden kann. Dafür hat das Orange Book den Begriff "session" eingeführt. Eine "session" kann aus mehreren "tracks" (Datenspuren) bestehen. Mehrere Sessions können nacheinander auf eine CD geschrieben werden. Ältere CD-ROM-Laufwerke, die nicht multisessionfähig sind, können nur auf die erste "session" zugreifen.

Original-Bild Negativ
Ist ein Negativ, das bei der Filmaufnahme entstanden ist und nach der Bearbeitung im Kopierwerk das negative Bild des Aufnahmeobjekts aufweist.

Originalton (O-Ton)
Bezeichnet alle unmittelbar am Aufnahmeort eingezeichneten Schallereignisse (Musik, Sprache, Geräusch), die den akustischen Charakter der Szenen authentisch und ästhetisch prägen im Gegensatz zur Sprach- und Geräusch-Nachsynchronisation im Studio.

Oszillogramm
Der auf dem Schirm einer Oszillographen-Röhre dargestellte Zeitablauf z.B. einer Wechsel- oder Impulsspannung. Für die Auswertung stehen meist Eichmarken für Zeiteinheit und Signalgröße zur Verfügung. Auch Gleichspannungen können mit Hilfe eines Oszillogramms ermittelt werden.

Oszilloskop (Oszillograf)
Elektronisches Messgerät zur Sichtbarmachung elektrischer Vorgänge mittels geeichter Skalen, die eine Signalauswertung hinsichtlich Zeitablauf und Signalgröße ermöglichen. Von einem Oszillografen kann man im strengeren Wortsinne nur dann sprechen, wenn es sich um ein Gerät mit integrierter Schreibeinrichtung handelt.

Oversampling (Überabtastung)
Verfahren zur Verbesserung der Qualität durch Vervielfachung der Abtastrate bei Digital-Analog- und Analog-Digital-Wandlern.




P

PAL-Farbfernsehsystem
In der BRD und anderen Ländern eingeführtes Farbfernsehsystem, das bei der von Zeile zu Zeile wechselnden Farbträger-Phasenlage (Phase Alternating Line) Farb-Übertragungsfehler weitgehend kompensiert.

Pan-Pot (Panorama-Potentiometer)
Wird in der Studiotechnik zur Richtungszuordnung von Monosignalen verwendet.

Parallel-Aufzeichnung:
Aufzeichnung mit einer zweiten Maschine, meist aus Sicherheitsgründen bei unwiederholbaren Ereignissen.

PAS
Produktionsaußenstellen.

PCM (Pulse-Code-Modulation)
Modulationsart, die in einem AD-Wandler das analoge Tonfrequenzsignal in ein digitales umsetzt.

Pegel
Definierte Größe eines elektrischen Signals.

Pegelton
Meßton

Perfo (J), Perfoband
Perforiertes Tonträgermaterial für die analoge Audioaufzeichnung.

Perforation, Perforierung
Bezeichnung für die seitlichen Ausstanzungen bei Magnetfilmen. Die Perforation ermöglicht Einzelbildtransport sowie die genaue Zentrierung der Filmbilder in Kamera, Projektor, Filmabtaster u.ä. Geräten. 35-mm-Filme sind stets beidseitig perforiert. 16-mm-Filme sind im Regelfall einseitig perforiert. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine genormte Randspur von 2,4 mm Breite für den zugehörigen Magnet- oder Lichtton (Commag, Comopt). Beim Super-16-Format entfällt diese Randspur zugunsten des neuen, breiteren Fernsehbildformats. Doppelseitig perforiertes Filmmaterial wird u.a. für Trickaufnahmen und in der Highspeed-Fotografie verwendet.

Perfosendeband
Bezeichnung für ein perforiertes Magnetband (16, 17,5 oder 35 mm), versehen mit dem zu einem Bildfilm gehörenden Sendeton. Wird in seltenen Fällen noch für Dolby-Mischungen verwendet.

Perilexstecker
Steckvorrichtung für Drehstromanschlüsse bis 16 A oder 25 A. Das Pendant für größere Leistungen ist die entsprechende CEE-Steckvorrichtung.

Phase
1. Bewegungszustand einer Schwingung.
2. Augenblickswert eines periodischen Signals
3. Einzelbild innerhalb eines Bewegungsablaufs.
Beim Trickfilm können Phasenfehler entstehen, wenn die Augenblickswerte periodischer Signale nicht den vorgegebenen Sollwerten entsprechen. So wirken sich z.B. Phasenfehler zwischen Burst und Chrominanzsignal als Farbfehler aus.

Phasenschieber
Zusatzgerät für Bildaufnahmen von einem Fernseh- oder Computerbildschirm oder einer Projektionswand. Um einwandfreie Aufnahmen ohne störenden schwarzen Balken zu erhalten, wird dieser mittels des Gerätes aus dem Bild "hinausgeschoben". Dabei wird die Kamera mit der Bildfrequenz des aufzunehmenden Monitors etc. zur phasensynchronen Übereinstimmung gebracht.

Phasensprung
Entsteht an Schnittstellen in MAZ-Bändern, wenn die geschnittenen Teile hinsichtlich der Phase nicht übereinstimmen. Wirkt sich als seitliches Bildkippen aus.

Phon
In dB (Dezibel) angegeben, ist die logarithmische Maßeinheit der Lautstärke. Sie beinhaltet die Verhältniszahl zwischen dem tatsächlichen Schalldruck und dem Schalldruckpegel der Hörschwelle.

Pilottonverfahren
Verfahren, das eine bildsynchrone Tonaufnahme auf normales, unperforiertes Tonband ermöglicht. Hierbei wird eine von der Bildfrequenz einer Filmkamera abgeleitete Pilotfrequenz gleichzeitig mit der Tonmodulation auf dem Magnettonband aufgezeichnet. Die Pilotfrequenz gewährleistet bei einer anschließenden Überspielung die Synchronität zwischen Bild und Ton. Die Pilotfrequenz wird auch als elektrische Perforation bezeichnet.

Pitch
1. Tonhöhe.
2. Bezeichnung für den Perforationslochabstand.
3. Stressige Phase in einer Werbeagentur.

Pixel ("Kunstwort" aus picture und element)
Kunstwort aus "picture" und "element". Entspricht dem deutschen Begriff "Bildpunkt".

Playback
1. Unfertiges Musikband, das in einem zweiten Arbeitsgang noch ergänzt werden muss, z.B. durch die Aufnahme von Solisten, die zum abgespielten Musikband spielen oder singen.
2. Fertiges Musikband, zu dem die Solisten beim Abspielen nur lippensynchrone Mundbewegungen machen (sog. Vollplayback).


Playback-Verfahren
1. Besondere Produktionsweise, bei der Musikergruppen oder Solisten aus klanglichen oder terminlichen Gründen nacheinander aufgenommen werden, wobei den Musikergruppen oder Solisten, die später aufgenommen werden, das bereits existierende Teilergebnis über Kopfhörer oder Lautsprecher zugespielt wird.
2. Herstellung von Bildaufnahmen, wobei die Darsteller nach dem vorher aufgenommenen, zugespielten Tonband möglichst rhythmusgenau und lippensynchron agieren. Das Playback-Verfahren ermöglicht optimale Tonqualität unabhängig vom Ort, an welchem die Bildaufnahme erfolgt.


Player
Abspielgerät ohne Aufnahmemöglichkeit.

Ploppschutz
Nahbesprechungsschutzgitter für Mikrofone, um Windlaute und Plopps in der Aufnahme zu unterdrücken.

Polarisation
Ausrichtung von elektrischen Schwingungen in horizontaler/vertikaler Ebene. Sende- und Empfangsantennen müssen gleich polarisiert sein.

Post-Production
Dieser Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß: Nachbearbeitung. In der Film- und Werbebranche sind dies alle Maßnahmen, die am bereits produzierten Rohmaterial vorgenommen werden. Diese können sein: Bildschnitt, Tonsynchronisation, Computereffekte u.v.m.

PPC (Pre Production Call)
Im Gegensatz zum PPM (Pre Production Meeting) ist das PPC eine telefonische Absprache, die vor der eigentlichen Funkspotproduktion zwischen Texter, Producer und Regisseur stattfinden sollte. Der Begriff wurde im Januar 2001 auf der RMS-Spotvision von dreizehn kreativen "Radiomaniaks" ins Leben gerufen.

Preset
Voreinstellung bestimmter Parameter bei technischen Geräten.

Primärtonverfahren
Wird bei Außenaufnahmen dann angewendet, wenn aus akustischen Gründen die endgültige Tonaufnahme erst zu einem späteren Zeitpunkt in einem Synchronstudio stattfindet. Der am Set aufgenommene Originalton wird demnach ausschließlich als Informationston benötigt, um den exakten Wortlaut der Dialoge für die spätere Synchronisation festzuhalten.

Prüfzeile
Messsignal in der vertikalen Austastlücke eines Fernsehsignals (im Bild nicht sichtbar).

PZMN (Pressure-zone-microphone)
"Grenzflächenmikrofon"




Q
Quantisierung
ist das Umsetzen eines Analogsignals in ein digitales Signal im AD-Wandler (z.B. 8bit = 256 Stufen, 16 bit = 65536 Stufen).

Quarz
Kristallplättchen, das durch elektrische Signale zu Schwingungen in seiner Eigenfrequenz angeregt werden kann. Quarze dienen in Oszillatoren zur Erzeugung von hochgenauen Frequenzen.

Quarzsteuerung
Elektronische Steuerung, die als Frequenznormal einen hochgenauen Schwingquarz verwendet, z.B. für synchrone Motorsteuerung oder die Erzeugung der Farbträgerfrequenz.




R
Ral-Farbregister
Sammlung von Farbmustern, die als genormte Grundlage für Farbangaben dienen.

RAM (Random Access Memory)
Speicherbaustein mit wahlfreiem Zugriff (Schreib-Lese-Speicher), der beschrieben oder ausgelesen werden kann. RAMs auf Halbleiterbasis sind in der Regel flüchtige Speicher, d.h. sie verlieren ihre Daten nach Abschalten der Stromversorgung. Um dies zu verhindern, werden RAMs im Bedarfsfall durch eine kleine Batterie gepuffert.

Rauschen (als Störsignal)
1. Akustisch: Schallsignal statistischer Natur, bei dem nur ein kontinuierliches Spektrum angegeben werden kann. Am bekanntesten ist das sog. Bandrauschen der Analogtechnik. Auch Verstärkern und anderen tontechnischen Geräten haftet ein unvermeidliches Eigenrauschen an. Die Digitaltechnik kennt das sog. Quantisierungsrauschen.
2. Optisch: in der Videotechnik äußern sich bestimmte spektrale Störspannungen im Bild als "Grießeln" oder als "Schnee". Ein Bild gilt dann als verrauscht.


Rauschminderungssysteme
Für die Rauschminderung anlässlich einer analogen Tonaufzeichnung sind verschiedene Verfahren entwickelt worden. Man unterscheidet lineare Systeme (z.B. telcom, dbx) von nichtlinearen Systeme (z.B. Dolby).

R-DAT (Rotary Digital Audio Tape)
Digitales Kassetten-Tonaufzeichnungsformat. Ähnlich wie ein Videorecorder benutzt das System in der Gerätekonfiguration rotierende Aufnahme- und Wiedergabeköpfe. Das "R" grenzt das System von anderen DAT-Aufzeichnungssystemen (mit feststehenden Köpfen) ab.

Realtime
Echtzeit

Recorder
Aufzeichnungsgerät für Audio, Video, Daten etc.

Remote-Control
Fernbedienung.

Retake
Nachaufnahme.

RGB (rot, grün, blau)
1. Grundfarben des Farbfernsehsystems.
2. Elektrische Einzelsignale der drei Grundfarben, wie sie z.B. eine E-Kamera liefert (RGB-Signal).
3. Farben der Phosphore einer Farbbildröhre.


Richtmikrofon
Nimmt den Schall im Gegensatz zum Nierenmikrofon gebündelt und nicht weitwinklig auf.

ROM (Read Only Memory)
Speicher, z.B. Halbleiterchip oder CD-ROM, der bereits bei der Herstellung programmiert wird und dann nur noch ausgelesen werden kann.

Rotlicht
1. Rotlicht an den Türen eines Produktionskomplexes, das während der Aufnahme oder Sendung den Zutritt verwehrt.
2. Kamerarotlicht: An den elektronischen Kameras sind normalerweise drei rote Signallampen angebracht:
- an deutlich sichtbarer Stelle auf der Kamera zur Orientierung aller im Studio Beschäftigten;
- in Objektivnähe auf der Vorderseite der Kamera zur Orientierung der vor dieser Kamera Agierenden (abschaltbar);
- im Sucher, um dem Kameramann anzuzeigen, dass seine Kamera zur Aufnahme oder Sendung weitergeschaltet ist.
3. Mikrorotlicht : Optisches Signal in der Nähe des Mikrofons zur stummen Verständigung zwischen Tonregie und Studio. "Rot" zeigt dem Sprecher oder Moderator an, dass das Mikrofon auf Sendung, respek. auf Aufnahme geschaltet ist.


Rückkopplung
1. Entsteht im Tonbereich als pfeifendes Störgeräusch häufig durch direkte Einwirkung eines Lautsprechers auf das in unmittelbarer Nähe befindliche Mikrofon.
2. Im Bildbereich ergeben sich nach wiederholter Abtastung spiegelungseffektähnliche, sich stetig verkleinernde Bildausschnitte.
3. Wird in der elektronischen Schaltungstechnik zur Spannungsverstärkung verwendet.


Rundfunkwellen
1. Kurzwelle (KW), besonders geeignet für die Hörfunkübertragung ins Ausland; Frequenzbereich: 3 bis 30 MHz.
2. Mittelwelle (MW); Frequenzbereich: 300 bis 1.650 kHz.
3. Ultrakurzwellen (UKW) breiten sich ähnlich aus wie Licht und sind auch für Musikübertragungen in Mono und Stereo geeignet; Frequenzbereich: 84 bis 108 Mhz. Das analoge UKW-System stößt jedoch aufgrund der immer dichter belegten Frequenzen an seine Grenzen. Digitales Nachfolgesystem: DAB.




S

Sampler
Gerät zur digitalen Speicherung und Wiedergabe von Tonsignalen. Die Tonsignale können mit einer entsprechenden Tastatur (Keyboard) mit veränderter Tonhöhe und mehrstimmig abgerufen werden.

Sampling
Ist die digitale Messung eines analogen Signals. Bei Videosignalen erfolgt die Messung mehrere Millionen Male pro Sekunde, z.B. mit 4facher Farbträgerfrequenz.

Scanner (Abtaster)
1. Komplette Kopftrommel bei MAZ-Maschinen.
2. Abtasteinrichtung für Papier-Vorlagen zur Weiterverarbeitung mittels PC.


Schalldämmung
Bezeichnet die Fähigkeit von Wänden, Decken usw., den Durchgang von Schall zu hemmen. Das Schalldämm-Maß wird in dB angegeben

Schalldämpfung
Wird erforderlich, um in halligen Innenräumen die Nachhallzeit zu senken. Dies wird durch Erhöhung der Absorption mittels schallschluckender Materialien, wie z.B. Molton, erreicht.

Schallpegel
Entspricht im Gegensatz zum Schalldruck besser dem menschlichen Lautstärkeempfinden. Der Schallpegel ist das 20fache logarithmierte Verhältnis des Schalldrucks zu einem vereinbarten Bezugsschalldruck, der etwa der Hörschwelle entspricht.

Schalltot
Umschreibt den Höreindruck in einem reflexionsarmen, "schalltoten" Raum.

Schallwandler
Sammelbezeichnung für technische Geräte, die Schallwellen in elektrische Signale wandeln (z.B. Mikrofon).

Schleifen
Endlos geklebte Bild- oder Tonträger-Takes. Endlos-Schleifen können pausenlos wiedergegeben werden. Neudeutsch auch gern Loop genannt.

Schmalband
Normaltonband: 6,3 mm (1/4 Zoll) breites Magnetband zur Aufzeichnung von Schallereignissen. Im Fachjargon auch Schnürsenkel oder Senkel genannt.

Schneiden
Bedeutet in der analogen Technik das buchstäbliche Auseinanderschneiden eines Tonbandes oder Filmes, um einen nicht benötigten Teil wegzulassen oder das Material in anderer Reihenfolge zusammenzukleben. Beim elektronischen oder digitalen Schneiden wird das Ausgangsmaterial nicht zerstört, sondern entweder durch Kopieren auf ein weiteres Band oder mittels Bearbeitung am PC in die gewünschte Länge und Reihenfolge gebracht. Gebräuchliche digitale Audio-/Videoschnittsysteme sind AVID, Dyaxis, Protools und Sonic Solutions.

Schnittbänder
Bezeichnung für jene Tonbänder (Magnetfilme), die nach dem Anlegen analog zum geschnittenen Bildfilm bearbeitet werden. Hierunter fallen alle Originalton-, Sprach-, Geräusch- und Musikbänder.

Schwanenhals
Biegbarer Mikrofon-Befestigungsarm.

Sendeband
Hörfunk: Tonband für einmalige Ausstrahlung, das in der Regel eine Woche nach Sendung gelöscht wird (grüner Aufkleber). Im Gegensatz zum Archivband (weißer Aufkleber).

Sendefertig
Hörfunk: Tonträger werden von einem Redaktionsmitglied für den Inhalt und von einer Tontechnikerin oder einem Tontechniker für die technische Qualität "abgenommen" und als sendefertig unterschrieben.


Senderkennung
Jingle oder Audio-Logo; das Audio-Branding eines Hörfunksenders.


Sendeplatz
1. Innerhalb eines Programmschemas: Der vorgesehene Termin für eine Sendung, Reihensendung, Sendereihe oder Sendegattung.
2. In der Senderegie: Der eingerichtete Regieplatz für Einmannbedienung Bild und Ton.


SFX
Abkürzung des englischen Ausdrucks "special effects", auch "sound effects".

Sicherheitskopie
Kopie, die nach Fertigstellung einer Produktion aus Sicherheitsgründen vom Original hergestellt wird.

Single-Source PLUS Radio
Ein "Radio-Meter", mit dem die Wirkung von Radiospots im Segment Fast Moving Consumer Goods konkret nachgewiesen werden kann.

Simultan
Bedeutet gleichzeitig, gemeinsam, zusammen. So bedeutet z.B. simultanes Übersetzen die Form des Dolmetschens, bei der die Übersetzung gleichzeitig mit dem Originalvortrag über Kopfhörer erfolgt.

Sonic
Amerikanischer Hersteller von DVD-Authoring Software.

Soundcheck
Tonprobe in Bezug auf Klang und Akustik einer vornehmlich mit elektronischen Musikinstrumenten arbeitenden Musikgruppe in Zusammenarbeit mit der Saal- und Bühnenbeschallung.

Sounddesign
Eigentlich das englische Synonym für den dt. Begriff "Tongestaltung" (Klangsynthese). Im deutschsprachigen Raum bzw. in der audiovisuellen Produktions-Szene versteht man "Sounddesign" mittlerweile als allgemeinen Überbegriff für die Kreation von Musiken, Soundeffekten, Audio-Logos oder die klangliche Bearbeitung aufgenommener Sprache.

Sounddesigner
1. Berufsbezeichnung für akustisch sensible Individuen, die neben ihren schöpferisch-gestalterischen Fähigkeiten über ein umfangreiches technisches Wissen und Können verfügen.
2. Computerprogramm zur Bearbeitung von Audio-Signalen (Zeitdehnung und Zeitstauchung, Tonhöhenänderung, Pegeländerung, manuelle Veränderung der Hüllkurve z.B. bei Verzerrungen, manuelles Entknacksen).


Subwoofer
Lautsprecher zur Wiedergabe tieffrequenter Signale.

Spartensender
Bez. für einen Radiosender mit spezifischer Programmauswahl. Spartensender richten Ihre Musik in der Regel nach einer einzigen Kategorie/Gattung aus (Beispiel: Country-Sender).

synchron
Zeitgleich, gleichzeitig.

Synchronisieren
Das Einregulieren von technischen und mechanischen Vorgängen auf zeitgleiche Übereinstimmung. Beim Tonfilm: Einpassung von Wort, Musik und Geräuschen in den Bildfilm, auch das Einpassen einer anderen Sprache (durch Sprecher) in die Artikulation der die Originalsprache sprechenden Darsteller.

Synchron-Team
Produktionsleiter, Übersetzter, Drehbuchautoren, Regisseure, Aufnahmeleiter, Cutterinnen, Tonmeister, Assistenten, Synchronsprecher und Geräuschemacher.

Synthesizer
Elektronisches Tasteninstrument, das auf Computer-Klangsynthese (Wellenform-Modulation) bzw. Sampling-Technolgie basiert. Der Synthesizer kann sowohl herkömmliche Instrumental- bzw. Orchesterklänge ersetzen, als auch eigene neue Klangfarben erzeugen. Sein Spektrum reicht vom weichen Streichersound bis zu Geräuschen aller Art.


T
Takes
Sprechbare Absätze, deren Länge von der Merkbarkeit und der Zusammengehörigkeit abhängt.

Taktgeber
Ist ein Impuls- und Farbträgergenerator zur Erzeugung von Synchronsignalen (Impulse) und der Farbhilfsträgerfrequenz. Die elektrischen Eigenschaften sind durch Normen festgelegt.


Teaser
Kurzer Anriss eines Themas mit dem Verweis, wann der ausführliche Beitrag kommt, um so die Zuhörer zum Weiterhören zu veranlassen. Bumper, Trailer, Jingle, Stinger.


Tiefen (J)
Frequenzbereich unterhalb von 1.000 Hertz (Hz).

Tiefenschärfe
Schärfentiefe

Time-Base-Corrector
Elektronisches Gerät zum Ausgleich der bei Schrägspur-Magnetaufzeichnungsmaschinen (z.B. Videorecordern) durch Gleichlaufschwankungen entstehenden Zeitfehler. Der Time-Base-Corrector wird beim Senden oder Überspielen eingesetzt.

Timecode
Dient zur exakten Bandstellenmarkierung und ist somit eine wichtige Voraussetzung für die Bearbeitung von Bild- und Tonträgern. Zeitangaben werden in codierter,
d. h. digital verschlüsselter Form nach einem international festgelegten Standard parallel zum Bild aufgezeichnet. Jedes Vollbild (frame) erhält also eine eigene Adresse. Die Adressierung kann in Echtzeit (Realtime) oder fortlaufend ab einer bestimmten Uhrzeit erfolgen. Beim Pal-Farbfernsehsystem werden neben Stunden, Minuten und Sekunden 25 Vollbilder (frames) erfasst. Man unterscheidet zwischen LTC (Longitudinal Timecode) und VITC (Vertical Interval Timecode).


Timen
Überwiegend gebraucht für das zeitliche Abstimmen der Abläufe von Bild- und Tonträgern in ihren einzelnen Sequenzen während der Bearbeitungsphasen u. a. zum Anpassen des Textes, zur Bereitstellung der Musik- und Geräuscheffekte sowie für die Mischung.

Tonabnehmer
Wandlersystem beim Nadeltonverfahren, das bei der Abtastung von Schallplattenrillen infolge der Auslenkung der Abtastnadel elektrische Schwingungen erzeugt.

Tonmeister/- innen
Sind bei Hörfunk und Fernsehen, beim Film, der Phonoindustrie sowie beim Theater verantwortlich für die Aufnahme und/oder Übertragung von akustischen Ereignissen wie Opern, Konzerten, Hörspielen, Spielfilmen u.ä. Dabei sind sie Mittler zwischen den sich akustisch darstellenden Kunstformen, der zu ihrer Realisierung notwendigen Technik sowie dem Publikum. Neben ihren schöpferisch-gestalterischen Fähigkeiten müssen sie über ein umfangreiches technisches Wissen und Können verfügen.

Ton-Negativ
Filmstreifen, auf dem Töne optisch als Lichttöne gespeichert werden. Der Vorteil liegt in der Kopienfertigung: Bild- und Tonnegativ können in einem Arbeitsgang kopiert werden.

Ton-Norm
Technisch standarisiertes Audio-Signal. Die meisten Ton-Normen bestimmt die EBU (European Broadcasting Union).

Tonregler
Teil eines Tonregiepults (Mischpults), mit dem durch Dreh- oder Schiebebewegung die Lautstärke einer Tonquelle geregelt werden kann.

Tonspur
Ist der Teil des Film- oder Magnetbandes, der für die Aufzeichnung der Tonsignale vorgesehen ist. Tonspurbreite und Spurlage sind bei Magnetbändern, Magnetfilmen sowie bei Kinofilmen international genormt. Dies gilt ebenso für die Lichttonverfahren (16/35 mm).

Tontechniker/in
Der Umfang ihrer Tätigkeiten reicht von der Tonmeister-Assistenz bei größeren Hörfunk-, Film- und E-Produktionen bis zu eigenverantwortlichen Tonaufnahmen für Dokumentationen, Features und Produktionen mit Spielhandlung sowie Bearbeitung von Hörfunkbeiträgen.

Tonträger
Nennt man Speichermedien für Audioaufzeichnungen.

Träger, Trägerfolie
Material-Unterlage für fotografische oder magnetische Emulsionen.

Trailer
Vorproduzierter Hinweis auf eine Sendung, signifikant wirkender Vorspann vor einer Sendung oder einer Sendereihe oder für das Programm selbst. Beim Fernsehen besteht er aus den Elementen Bild (Grafik, Logo, Film, 3D-Grafik, Animation), Ton (Musik, Geräusch, Sprachcollage) und Bildmontage (Schnitt-Dramaturgie).

Transponder
Umsetzer an Bord eines Satelliten.

Trickblende
Begriff, unter dem alle Trickblendenarten zusammengefasst sind. Bildmisch-, Effekt- und Grafiksysteme sowie bandlose On/Offline-Schnittplätze verfügen meist über 100 Trickblenden bzw. Trickfiguren.

Trickmischer
Ist ein elektronisches Gerät für nicht-additive Überblendeffekte zweier Bildgeber. Durch Anwahl verschiedener Trickmuster (Pattern) sind viele Variationen möglich. Inlay-Verfahren, Overlay-Verfahren.

Tuner
Rundfunkempfänger ohne Verstärker und Lautsprecher.



U
Überblendung
Allgemein: Weicher Übergang von einem Bild auf das andere, von einem Schallereignis auf das andere. Im System der Sendeablaufsteuerung können verschiedene Überblendungsarten, Effektübergänge und Übergangsgeschwindigkeiten vorgegeben werden. Blende.

Übersteuerung
Beim Überschreiten vorgeschriebener elektrischer Größen treten beim Aussteuern mitunter unerwünschte, meist nichtlineare Verzerrungen auf, die sich im Audiobereich als lästiges Klirren äußern, im Videobereich als Bildverzeichnungen.

Übertragungsdynamik
Eingeengte Originaldynamik gemäß den technischen Möglichkeiten des Übertragungssystems, d.h. das Verhältnis der lautesten zur leisesten Stelle eines Werkes ist in der Übertragungsdynamik geringer als in der Originaldynamik. .

UER (Union européenne de radiodiffusion)
Privatrechtlicher Zusammenschluss aller Rundfunkanstalten der europäischen Rundfunkunion sowie einer Reihe assoziierter Mitglieder aus allen Erdteilen mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sitz der UER ist Genf. Engl.: EBU (European Broadcasting Union).

U-matic
Ist ein analoges 3/4-Zoll-Videokasetten-Aufzeichnungssystem. Es wurde in den vergangenen Jahren abgelöst durch das System Betacam.

Umschnitt
Tonkopie von einem Tonträger auf einen anderen (z.B. von Schallplatte auf Tonband), unmittelbarer Wechsel von einer Bildquelle zu einer anderen..

Umspielung
Ist die Bezeichnung für einen Tonbearbeitungsraum, in dem bildsynchrone Tonaufnahmen auf perforierten Magnetfilm überspielt bzw. umkopiert werden. Tonüberspielung.

Urheberrechte
Schützen den Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes. Das Urheberrecht umfasst vor allem das Urheberpersönlichkeitsrecht sowie sämtliche Verwertungsrechte. Hierzu gehören bei Werken in körperlicher Form das Vervielfältigungs-, Verbreitungs- und das Ausstellungsrecht. Der Urheber hat ferner das ausschließliche Recht, sein Werk in Form von Sendungen öffentlich wiederzugeben. Dieses Recht umfasst insbesondere das Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht, das Senderecht, das Recht der Wiedergabe durch Bild- oder Tonträger und das Recht der Wiedergabe von Funksendungen. Zu den Urheber- und Leistungsschutzrechten von Festangestellten Tarifvertrag. Auskunft bei der Honorar- und Lizenzabteilung des Bayrischen Rundfunks.

User-Bits
Im SMPTE/EBU-Timecode können 32 frei verfügbare Bits vom Anwender mit Informationen belegt werden. User-Bits und Timecode sind ineinander verschachtelt und können sich mit jedem Bild ändern. So kann man z.B. jede Aufnahme mit Datum und Kassettennummer kennzeichnen. Auch die spätere Identifizierung eines Camcorders ist bei entsprechender Codierung möglich.



V
VCA (Verband Controlled Amplifier)
Spannungs-, Strom- oder Leistungsverstärker, bei dem der Verstärkungsgrad durch Anlegen einer elektrischen Spannung geregelt wird.

VDT (Verband Deutscher Tonmeister e.V.)
Berufsverband der deutschen Tonmeister von Fernsehen, Film, Hörfunk, Schallplatte und Theater.

Verstärker
Elektronisches Gerät mit vielseitigen Funktionen zur Veränderung elektrischer Signale. Unter den zahlreichen Verstärkertypen unterscheidet man: Spannungs- oder Stromverstärker, Impedanzwandler und Leistungs- oder Endverstärker.

Vertonung
Durch die Vertonung erhält ein Film die ergänzende akustische Informationskomponente. Die Hauptaufgabe der Vertonung besteht darin, dass die Segmente Originalton, Kommentar, Dialog, Musik, Geräusch und Effekt an die richtigen Stellen gesetzt und in ihrem Mischungsverhältnis so abgestimmt werden, dass der dramaturgisch gewünschte Gesamteindruck erzielt wird.

VHF (Very High Frequency)
Bezeichnung für den Meterwellenbereich: Band I mit den Fernsehkanälen 2-4 (47-68 MHz), Band II mit den Fernsehkanälen 5-12 (174-230 MHz), Band III mit den UKW-Hörfunkfrequenzen (87,5-108 MHz). UHF.

VHS (Video Home System)
Video-Aufzeichnungssystem mit 1/2-Zoll-Kassetten für den Heimbereich. Wurde inzwischen weiterentwickelt zum S-VHS-System.

Video
Sammelbezeichnung für den gesamten Fernsehbereich sowie zur Kennzeichnung der für diesen Bereich bestimmten Geräte und Begriffe (z.B. Videokamera, Videosignale, Videorecorder). .

Video-Beamer
Gerät zur Projektion von Filmen oder Daten auf eine Leinwand.

Videoprinter
Gerät zur fotoähnlichen Bildausgabe von in Videosignalform vorliegenden Bildern.

Videosignal
Ist ein elektrisches Signal, das aus dem Bild- und dem Synchronsignal besteht.

VITC (Vertical Interval Time Code)
Zeit-Adress-Code für die Video-Einzelbildnummerierung. Er wird in den Bildaustastlücken aufgezeichnet und kann, im Gegensatz zum LTC, auch bei Stillstand des Bandes über die rotierende Kopftrommel ausgelesen werden.

Vocoder (Voice Coder)
Tontechnisches Gerät zur Erzeugung von Effekten, meist zur Verfremdung der menschlichen Stimme.

Vorhören
Kontrolleinrichtung bei Tonmischpulten, die es dem Tonmeister gestattet, eine Tonquelle über einen separaten Lautsprecher kontrollierend abzuhören, bevor er diese Tonquelle dem Gesamtton (z.B. Sendeton) zumischt.

Vorlaufband (Ton)
Band ohne Magnetbeschichtung, verschiedenartig gefärbt und gemustert, zur Kennzeichnung u.a. von Bandgeschwindigkeit, Bandanfang und Bandende. Es dient auch als Trennband zwischen verschiedenen Aufnahmen und zum Schutz des eigentlichen Tonbandes (analog der Allongen beim Bildfilm).

Vorschaltgerät (Beleuchtung)
Begrenzt Spannung und Strom für Halogen-Metalldampflampen auf den gewünschten Wert.

VU-Meter (Volume Unit-Meter)
Wird als Anzeige- und Kontrollinstrument für die Tonaussteuerung überwiegend im EB-Bereich verwendet. Die Lautstärkeanzeige ist aussagekräftiger als beim Spitzenspannungsmesser. Die wichtige Anzeige der Vollaussteuerung ist allerdings problematisch, da sie, je nach Art der akustischen Inhalte, falsch dargestellt wird. Auch ist die Kontrolle mit einem Messton nur möglich, wenn die Größe des Lead bekannt ist.



W
WAV-Format
Unkomprimiertes Audio-File-Format. Programme zum Erzeugen und Abspielen von Wave-Files werden inzwischen mit allen aktuellen Betriebssystemen ausgeliefert.

Weltempfänger
Kompaktes Radiogerät, das sich für den Empfang nationaler und internationaler Sender eignet.


X
Xantippe: no comment


Y
Yahoo!:
Online-Register, welches nur ausgesuchte Einträge aufnimmt.


Z
Zeitcode
Timecode

Zuspielung
1. Vorgang der Einspielung eines bereits fertiggestellten Ton- und/oder Bildträgers während einer Bearbeitung (Vorproduktion) oder Sendung.
2. Kurzbezeichnung für ein Band (Kassette) mit bestimmten Effekten, Programmteilen oder fertigen Beiträgen, das für Bearbeitungsprozesse oder Sendungsabläufe vorgefertigt bereitgehalten wird.


Zweikanal-Ton
Ist eine zweikanalige Tonaufzeichnungs- und Wiedergabetechnik, wobei beide Kanäle unterschiedliche Informationen (z.B. Sprachversionen) enthalten.

2-Zoll-Band
MAZ-Band von 2 Zoll Breite (50,8 mm). Heute ersetzt durch neue Technologien im ½-Zoll-Bereich, Magnetband für analoge Mehrspur-Tonaufzeichnungen.

 




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